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Warum Bremer Facebook lieben

Bremer nutzen Facebook besonders gerne. 93 Prozent aller Bremer, die in sozialen Netzwerken unterwegs sind – nutzen Facebook. Darüber bin ich heute in einem Post beim Blog Contrescarpe 75 A (Bremer Weser Report) gestolpert. In dem Bericht heißt es: Die Bremer sind hier vorne, weil unsere Stadt so jung ist. Ich habe da eine andere Idee.

Die Zahlen zur Facebook-Nutzung

Ursprünglich hat die Hamburger Agentur Faktenkontor die Facebook und soziale Mediennutzung im Social Media Atlas 2015/2016 veröffentlicht. Wer mehr wissen möchte, schaut einfach in die Zahlen rein. Spannend wird’s vor allem bei den Versuchen, diese Zahlen zu erklären. Der Weser Report zitiert zum Beispiel Bitkom-Sprecher Marice Shahd. Er glaubt, die hohe Facebook-Nutzung in einem Stadtstaat wie Bremen und anderen westdeutschen Städten liege an der Altersstruktur. Auf gut deutsch formuliert müssten in Bremen einfach verdammt viel junge Leute wohnen. Wohnen hier zwar auch. Aber sicher nicht mehr als in Berlin, Hamburg oder sonstigen Uni-Städten. Deshalb hätte ich da eine andere Idee.

Facebook ist hier Veranstaltungskalender Nummer 1

Für meine kleine Theorie habe ich keine wissenschaftlichen Beweise, aber eine Theorie. In Bremen haben neue Läden in der Neustadt, wie zum Beispiel das Karton oder die Kulturküche erst seit kurzem eine Webseite. Die neue Bar Charlotte Gainsbourgh, oder die mobile Espressobar Bremer Straßencafé noch gar keine. Wer in Bremen mitbekommen möchte welche Events, Konzerte und Veranstaltungen laufen, braucht alleine deshalb Facebook. Twitter natürlich auch ;)

25 bis 50 Prozent der V-Tipps gibts online – only

Mit den Veranstaltungstipps bei Love Bremen, im Glucke-Magazin oder diversen „Was geht in Bremen“-Facebook-Gruppen bekommt man zwar so einiges mit. In den regulären Veranstaltungsmagazinen, wie Bremen4u, dem Bremer und manchmal auch dem Mix fehlen aber häufig Konzerte und Partys jenseits der wöchentlichen Disko-Klassiker. Da haben es die Hamburger und Berliner besser. Für die Städte gibt es mehrere gedruckte Veranstaltungsmagazine am Kiosk und super Seiten wie MitVergnügen Hamburg .

Die Termine und Veranstaltungen von Freunden habe ich noch gar nicht mitgerechnet. Warum also als Bremer – trotz allen Facebook-Datenkraken-Dramen – Facebook lieben muss? Dank gelikten Seiten und deinen Freunden verpasst du nichts und musst nicht mühselig googeln, was an der Weser los ist. Vielleicht ist unser Facebook-Konsum also nur ein gutes Zeichen für Investoren: Hey, investiert in Veranstaltungsmagazine, die wirklich alle Termine (auch die von Facebook) filtern! Die Bremer würden sie vermutlich lesen.

PS: Es heißt im Deutschen wirklich „gelikt“ – nicht geliked. Duden-Gesetz! Wieder was gelernt.

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