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Job-Zweifel: Was wäre wenn…?

Unterwegs in Sachen:Umsteigen, Abbiegen, Scheitern

In letzter Zeit drehen sich Küchengespräche in meinem Bekanntenkreis auch um die „Was wäre wenn“-Frage? Die Gespräche kreisen um die Frage, wie sich Geld jenseits vom Schreibtisch verdienen ließe. Oder, auch beliebt: Die Ansage: „Also ich werde dann jetzt Autor“. Morgen Abend gibts beim Klub Dialog es jede Menge Inspiration rund um das Thema Job-Sinnsuche. Auf den ersten Blick passt der Themen-Strauß nicht zusammen.

Das Motto des Abends ist „Abbiegen“. Unter der Überschrift versammelt sind unter anderem Start-Ups wie Descape, (weg vom Schreibtisch ab in den Sabbatical-Tag), und der Verlag „Jung&Geistreich“ – Achtung, liebe Hobby-Autoren und Profis von Morgen! Die drei Macher wollen junge Autoren aus der Verkaufsmentalität der großen Verlage befreien ;) gepaart mit einer Ausstellung über Scheitern. Moment!?

Sexy Scheitern?!

Wird scheitern am Ende neuerdings sexy? Scheitern scheint mir momentan ein Trendthema zu sein. Das Wörtchen prangte auf der Brand Eins Ausgabe vom letzten November. Beim BackyardTV-Projekt (next.Media Hamburg) plaudern Gründer über den Sinn des Scheiterns und geben Tipps. Und in Berlin, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und München wird das „Verbockt haben“ bei einem Feierabend-Bier gefeiert. Die „Fuck Up Nights“ haben sich bisher noch nicht nach Bremen ausgebreitet. Aber das kann ja noch kommen.

Kehrtwenden versus Musterlebenslauf

Die Sache mit dem schöner Scheitern hat sich in Deutschland noch nicht richtig durchgesetzt. Wer scheitert ist hierzulande schnell ein Loser, Leistungsgesellschaft sei dank , sagen die Forscher (samt Resilienz-Rattenschwanz). Vielleicht bekommt das Scheitern jetzt aber neue Aufmerksamkeit, weil es auch als Anti-Folie zur geradlinigen Muster-Karriere taugt. Und der schnurgerade Lebenslauf wird bekanntlich seltener, wenn befristete Beschäftigungsarten zunehmen.

Reinschnuppern und Testen

Ich bin auch gespannt auf die Idee hinter „Descape“. Der Name klingt ein bißchen nach Detox und in diese Richtung geht’s auch. Die Macher von Descape bieten für kleines Geld eine Tagesflucht vom Schreibtisch, rein ins Atelier oder an die Werkbank von Kreativen. Ob dahinter nun ein teures „Schnupper-Praktikum“ steckt, die Mini-Auszeit oder vielleicht doch eine Testblase für neue (berufliche) Ufer – muss vermutlich jeder selbst wissen. Was, warum, wieso, weshalb frage ich dann hoffentlich morgen einfach Lena von Descape.

Termin: Der aktuelle Klub Dialog ist am Donnerstag, den 05.02.2015, ab 19:00 in der Schaubox am Universum.

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