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Böhmermann und die Youtube-Stars

Sind das jetzt Stars – und was dürfen die eigentlich?

Youtube ist jetzt 10 Jahre alt und plötzlich streiten sich alle, ob man die deutsche Youtube-Szene ernst nehmen muss. Ich konsumiere nur selten Youtube-Videos und folge keinen Channel. Trotzdem finde ich die Debatte ganz spannend.

Neulich hat die Youtuberin Bibi von Bibis Beauty Palace dafür gesorgt, dass viele Teenies auf den Bremer Six Days ein Kreischkonzert veranstaltet haben. Grund genug für den Spiegel, der jungen Frau eine Analyse zu widmen. Wieder mal kommt dabei die Frage auf: Was macht Youtuber populär, beziehungsweise zu Stars. Ein paar befragte Teenies beantworten diese Frage mit „die ist eine von uns“.

Jan Böhmermann hat sich gerade über den Aspekt „eine/einer von uns“ ausgekotzt. Anlass für seine Youtuber-Schelte war ein Streit zwischen „Le Floid“ und dem Youtube-Vermarktungsimperium „Mediakraft“. Le Floid hat seine Manager öffentlich gekündigt und ihnen Vorwürfe gemacht.
Böhmermann sagt zum Thema „Kündigen, Vermarkten, einer von uns als Star und so“ schlicht: Die verdienen Geld damit und sollten ihre Verträge lesen können. Youtuber mit einer großen Anzahl Follower müssen wie jeder Kinofilm oder die Medien eben auch Kulturkritik aushalten. Bei zqnce könnt ihr euch seine Youtube-Kritik in voller Länge selbst anschauen. Ich finde er hat Recht. Sobald ein großes Publikum da ist, kann nicht mehr die Rede sein von einem Zwiegespräch mit den Jungs oder Mädels von Nebenan.

Apropos Geld verdienen und Marketing. Youtuber sind ein sehr beliebtes Werbegesicht. Die Techniker Krankenkasse – oder besser die Agentur fischerAppelt , hat gerade einen Preis für eine Kampagne mit Youtubern wie LeFloid gewonnen. So ganz von „Nebenan“ sind die Youtube-Stars eben doch nicht.

Trotzdem bricht der Blog „kleinerdrei“ gerade eine Lanze für Youtube und seine Gesichter. Zwar bezieht sich der Artikel mehr auf amerikanische Youtube-Stars, die Obama befragt haben statt Schmink-Videos zu posten. Trotzdem sei das Gemecker der deutschen Medien einfach nur ein Fremdeln mit neuen Medienformen. Statt Youtuber zu belächeln sollten wir alle ein bisschen offener werden und hoffen, dass wir bei Youtube bald tolle, innovative Formate finden. Und diese Grundkritik stimmt natürlich auch! Auch bei Youtube können wir gute Inhalte finden.

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