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Posting Maps: Was unsere Status-Posts verraten

Der private Taxidienst Uber hat 2012 Affären ausgeplaudert haben die Berliner Zeitung und die ARD-Sendung „Panorama“ jetzt aufgedeckt. Gut, dass wir nicht in den USA leben. Wir sollten trotzdem kurz über unsere täglichen Status-Posts nachdenken…

Wir wissen was du letzten Sommer getan hast

Viele Menschen posten täglich ihr Mittagessen im Lieblingsrestaurant, den Besuch im Fitnessstudio, die Joggingstrecke…ganz zu schweigen von beschwipsten SMS an den Liebhaber, oder über eben den/diejenige an die eigenen Freunde. An und für sich, teilen wir unseren Alltag mit unseren Freunden. Aber was, wenn Facebook, Whats app und Co. diese Nachrichten wie der private Taxidienst Uber zusammenfassen?Schon 2009 hat die Zeitredaktion eine hübsche interaktive Datenreportage mit den Handydaten von Malte Spitz veröffentlicht. Damals war der Streit um die Vorratsdatenspeicherung gerade aktuell, lange bevor Edward Snowden sich vor die Presse gestellt hat. Seit dem haben wir mühsam gelernt nicht all unsere Aktivitäten öffentlich zu posten. Eigentlich ist uns auch klar, dass die sozialen Netzwerke, Onlineshops und andere Apps begeistert unsere Angaben für Marketing-Zwecke nutzen.  Wir bezahlen alle mit unseren Daten. Die Macher von Uber haben sich aber 2012 einen Spaß daraus gemacht, Wochendendfahrten der Nutzer genauer anzuschauen und zu missbrauchen.  Und siehe da, die Jungs schlossen aus mehr als 2 Fahrten am selben Abend zwischen 22:00 Uhr abends und 4:00 Uhr morgens auf One Night Stands und Affären.

Aus vielen Schnipseln wird schnell ein Puzzle oder eine Karte

Uber fand es lustig, dann Karten von Städten und Stadtteilen mit besonders häufigen „Ruhmesfahrten“ zu veröffentlichen. Was also wäre, wenn Facebook oder Whats app und all die anderen Datensammler unsere Daten doch auswerten und veröffentlichen?
Vermutlich wäre das Ergebnis eine Mischung aus der Handyreportage gegen Vorratsdatenspeicherung und den Uber-Karten. Für alle Viel-Poster gäbe es eine hübsche Bewegungskarte. Darin könnten wir dann selbst nachlesen, welche Kleinigkeiten, Peinlichkeiten oder Fehltritte wir uns an 365 Tagen im Jahr geleistet haben.
Facebook wollte uns Ende 2014 schon eine Chronik mit unseren vermeintlichen „Posting-Ereignis-Highlights“ aufdrängen. Mir fehlt meine ganz persönliche Cookie-Schwäche-Statistik oder ein Überblick über meine täglichen Arbeitswege noch nicht. Insofern halte ich lieber strikte Posting-Diät in Punkto „Checked in @“  „liebt den Kaffee von“.

Wie seht ihr das? Alles Quatsch? Oder sollten uns vielleicht doch mal den nächsten Kommentar oder Like verkneifen?

 

 

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