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Tschüss, Prokrastination!

Die To-Do-ListeIm Studium habe ich mit Freunden gern auf dem Balkon gesessen und unsere Prokratiniationsanfälle in sonnenbedingte Produktivität umbenannt. Die Hausarbeit hat sich aber nicht alleine fertig geschrieben. Leider kennt fast jeder den Moment in dem die Aufschieberitis vorbei schaut und wirklich nervt. Phasenweise bin ich auch von dieser Krankheit befallen und nehme das mal zum Anlass für ein paar Webtipps zum Thema

Die typischen Selbsthilfetippps bei Aufschiebeanfällen dürfte wirklich jeder kennen. Zum Beispiel:“Schreibe dir eine to do-Liste. Das wichtige kommt nach oben und dann wird von oben abgearbeitet“. Oder so: Mache aus einem langen Tag knappe Zeitfenster. Stelle dir eine Eieruhr auf 20 Minuten und es wird losgearbeitet“. Sicher funktionieren diese Tricks irgendwo. Bei so Themen wie Pflichtanrufe tätigen oder der Steuererklärung oder der guten, alten Hausarbeit funktioniert das meist nicht mehr. Da hilft bei vielen Menschen (mir eingeschlossen) nur noch eine richtig knapper Abgabe-Termin.

Paradoxer Weise können wir uns aber mit einer alternativen to do-Liste eventuell besser motivieren. Der Witz dahinter: Wir wollen uns etwas beweisen, wenn jemand unsere Fähigkeiten anzweifelt. Für diesen Trick braucht es eine 3-spaltige to Do-Liste: In Spalte Eins gehört was ich tun muss, um meine Ziele NICHT zu erreichen. (Beispiel: Alle 5 Minuten meine Emails checken) usw. In die Spalte Zwei trage ich dann ein, was ich schon getan habe um meine Ziele zu verhindern (Ich habe schon 15 Mal meine E-Mails gescheckt.) Weil ich jetzt in Spalte eins und zwei nachlesen kann, was ich tue um mich zu sabotieren, trage ich in Spalte drei ein, was ich ab morgen ändern muss. Ich habe das mal ausprobiert und muss sagen: Mir fällt es leichter zu sehen, womit ich meine Zeit vergeude, wenn ich Listen darüber führe, wie ich meine Ziele NICHT erreiche. Diesen Trick habe ich nicht selbst erfunden. Nachzulesen ist das Ganze in der Langfassung in dem Buch „mach’s falsch und du machst es richtig“ von Christian Ankowisch.

„Erstmal ein Buch oder einen Ratgeber lesen“ ist aber leider auch eine beliebte Aufschiebetaktik. Wer üben will sich an to Do-Listen zu halten, kann auch einfach online kostenlos einen Kurs machen. Den Kurs zum Thema Zeitmanagement gibt Eliane Dominok im Web auf der Plattform iverstiy.org. Eine super Idee, die ich mal ausprobieren werden.

Für alle richtig Verzweifelten Aufschiebe und Verzettelungsprofi’s gibt es außerdem noch eine Seite mit Tipps, Adressen und einem Online-Selbsttest. Wer also wissen möchte, warum er unangenehmes Zeug immer aufschiebt, sollte bei der Universität Münster vorbeisurfen.

Die Grafik wurde mit den Schriftarten  "Janda Everyday Casual" mit freundlicher Genehmigung von Kimberly Geswein 
& "MTF Sweet Halloween Dingbats" by MissTiina erstellt. Lizenz: Free for personal use. All rights reserved.

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