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Zusammen ist man weniger allein?

Barcampen & Netzwerken für Anfänger

Beim Thema „Netzwerken“ kamen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis noch nie ein spontanes „Juhuu!“ – geschweige denn feurige Plädoyers mit leuchtenden Augen hervor. Warum eigentlich? Über Panik vor dem Begriff Netzwerken, warum es sich trotzdem lohnt, und warum Barcamps ein guter Einstieg sind.

Eigentlich heißt Netzwerken  nichts anderes als mit Menschen in Kontakt bleiben und sich gegenseitig zu helfen. Angeblich liegt das sogar in unserer Natur, sagen Jobcoaches wie Dieter L. Schmich. Trotzdem kenne ich nur eine Person, die gerne mit macht.

Netzwerken als Pflichtaufgabe

Wir Netzwerken beruflich alle und sind in Portalen wie XING und Co. unterwegs. Netzwerken hat aber auch schnell den Touch von „Du musst/ Du solltest“ und Kalkül. Dutzende, wenn nicht hunderte Karriereratgeber raten uns ständig dazu. Mit Sicherheit wird da etwas dran sein. Den Effekt der Vernetzung haben nicht nur zahlreiche Soziologen hinreichend erforschtWer aber mit der Haltung „Ich hasse Netzwerken, aber ich sollte mitmachen  – weil es sich karrieretechnisch auszahlt“- geht nicht unbefangen auf neue Menschen zu.

Der Einzelkämpfer hat Bedenken

Gleichzeitig ist Karriere ist in unserem Kulturkreis ein erstrebenswertes Gut, dass hart erkämpft werden muss. Gepaart mit viel Konkurrenz um die wenigen wirklich tollen Stellenausschreibungen und der Erfahrung, dass alle anderen auch schon das siebzehnte Praktikum gemacht haben ist es dann nicht mehr weit zum „Einzelkämpfer“- Gefühl. So lernen wir das schon in der Schule und an mir ist dieses Motto auch nicht spurlos vorbeigegangen.

Hilfe, ich muss mit Fremden reden

Wer es dann wirklich ernst meint mit der Kontaktpflege, sollte dann nicht nur den bereits bekannten Gesichtern Zeit schenken, sondern auch neue Kontakte knüpfen. Die meisten Menschen tun das beruflich und für Selbstständige ist es quasi ein Muss. Dumm, dass zu allem Überfluss auch noch eine ganze Menge Menschen mit Schüchternheit oder Redeangst vor Fremden kämpfen.

Warum es sich trotzdem lohnt:

Herantasten ans Kontakte knüpfen können Netzwerkfrischlinge sich besonders gut bei Barcamps. Meistens sind das eher lockere Veranstaltungen mit Speakern und einem Thema.  So ein Veranstaltungsrahmen ermöglicht schnell ins Gespräch zu kommen.  Ich habe beim Glucke-Barcamp in der DETE viele neue Menschen getroffen, mit teilweise ganz unterschiedlichen Biografien und Zielen. Wenn die Atmosphäre bei solchen Treffen stimmt, entstehen viele offene Gespräche. Nebenbei stellt sich dann häufig raus, dass die Teilnehmer ähnliche Sorgen haben und sich Tipps geben können.  Das zieht dem fiesen, kleinen Einzelkämpfer ganz schnell die Zähne. Unterm Strich hat meist jeder Teilnehmer einen Tipp für die anderen parat.  Ideen für gelungene Kooperationen gibt es eventuell auch. Zum Beispiel gäbe es die DETE nicht, ohne eine gemeinsame Idee. Ob in Schlips und Kragen oder lieber mit Turnschuhen – Treffen und Reden ist gar nicht so schlimm.

 

 

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